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Thema: Zuletzt gesehener Film-Topic - Reboot!       

  1. #626
    Cineast
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    Avatar von Gartek
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    Blackway (2015)
    Junge Frau (Julia Stiles) kommt in ihr Heimat-Holzfällerkaff in British Columbia zurück und wird dort vom Oberarschloch Blackway (Ray Liotta) belästigt. Der Sheriff will sich die Finger nicht schmutzig machen, bzw. hat sicher selbst Schiss vor seinem ehemaligen Deputy und schickt sie zu den harten Jungs bei den Holzfällern. Die weigern sich jedoch auch, bis auf der alte Lester (Anthony Hopkins), der offensichtlich auch noch eine Rechnung offen hat. Zusammen mit einem leicht zurückgebliebenen Jungspund machen sie sich auf die Suche bzw. Jagd, um Blackway zu finden, bevor er sie wiederum findet.

    Ganz netter Thriller für 'nen schwachen Abend. Nicht besonders originell, nicht besonders lang (90 Min) und ein paar Prügeleien und ein bisschen Feuer gibt's auch. Danach aber wieder in die Flohmarktkiste. Kann man gesehen haben, muss man aber nicht.

    ca. 6/10 geköpfte Katzen.

  2. #627
    Gastronomie-Mitarbeiter Avatar von Grainger
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    The Titan

    Ein handwerklich ziemlich schlicht (oder schlecht) gemachter Möchte-Gern-SF-Film.

    Der Plot ist schnell erzählt:
    Rund 30 Jahre in der Zukunft hat der Mensch angeblich durch Überbevölkerung, Kriege, Umweltverschmutzung, usw. das Ökosystem soweit zerstört, dass die Erde innerhalb kurzer Zeit unbewohnbar werden wird. Nun steckt man massiv Ressourcen in das Vorhaben, den Saturnmond Titan zu besiedeln. Allerdings will man nicht Titan terraformen, sondern den Menschen genetisch soweit anpassen/verändern, dass dieser ohne weitere technische Hilfsmittel auf Titan überleben kann.

    Der Film spielt fast zur Gänze auf einer Militärbasis, in der sich die Forschungsstation befindet. Eine paar handverlesene Elitesoldaten beiderlei Geschlechts soll dem genetischen Anpassungsprozess unterzogen werden.

    Vom angeblich nahen Ende und den am Anfang geschilderten ökologischen Katastrophen bekommt man aber absolut nichts zu spüren. Alles in der Basis ist wie geleckt, Engpässe bei irgendwelchen Ressourcen gibt es keine, die Unterkünfte der zukünftigen Titansiedler sind Luxus pur, usw. Selbst die zivilen Autos (übrigens alles aktuelle Modelle, die offensichtlich auch in 30 Jahren noch gefahren werden) sind sauber und poliert.
    Das ganze Umfeld wirkt also kein bisschen SF-artig, sondern alles ist ganz genau so wie heute.

    Und dann zieht sich das Ganze wie Kaugummi. Man darf in endlos wirkenden Sequenzen miterleben, wie sich die medizinischen Behandlungen auswirken, diversen Tests beiwohnen, usw. Ich habe ein paar mal den "schnellen Vorlauf" betätigt.
    Ganz zum Schluss kommt dann noch ein ganz klein wenig Action auf und in den letzten 3-5 Minuten sieht man dann tatsächlich einen der Astronauten auf dem Titan in einer ziemlich einfach gestrickten CGI-Sequenz.

    Als der leitende Wissenschaftler relativ am Anfang behauptet, Titan sei neben der Erde der einzige Himmelskörper in unserem Sonnensystem mit einer Atmosphäre, hätte ich schon wissen müssen was da auf mich zu kommt.
    Ich habe mir diese Passage extra noch einmal im englischen Original angesehen, weil ich an einen saudummen Synchronisationsfehler glaubte, aber Pustekuchen. Auch im Original sagt er
    Titan is the only other place in the solar system with an atmosphere.
    Die IMDb-Wertung beträgt 4,90/10 und selbst das ist noch zu gut.
    Ich vergebe 3/10 und auch das nur, weil ich es tatsächlich noch schlechtere Filme gibt.

    Der Film erreicht selbst in seinen besseren Momenten kaum das Niveau einfacher TV-Produktionen, was aber auch nicht verwundert, da der Drehbuchautor bisher anscheinend tatsächlich nur für TV-Produktionen und Serien geschrieben hat.

  3. #628
    Cineast
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    Avatar von Gartek
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    The Lazarus Project
    Ben (Paul Walker) hat hübsche Frau und Tochter, einen ordentlichen Job in einer ortsansässigen Brauerei, hat gerade seine Bewerbungszeit überstanden, als Brüderchen frisch aus dem Knast zu ihm kommt und mit ihm noch mal ein Ding drehen will. Natürlich lehnt er ab, weil er ein anderer Mensch geworden ist, natürlich verliert er spontan seinen Job (weil vorbestraft), natürlich geht er zurück zum Bruder, natürlich geht bei dem Einbruch was schief, so dass Ben in der Todeszelle endet, ohne einen einzigen Schuss abgegeben zu haben.

    Nach der Exekution wacht er plötzlich in Oregon auf, in einem ehemaligen Kloster, in dem er jetzt Hausmeister spielt. Trotzdem quälen ihn Visionen, die anderen Personen auf dem Gelände scheinen auch leicht durchgeknallt zu sein. Den Rest des Films versucht er, der Sache auf den Grund zu gehen, wobei der Titel des Films offensichtlich schon spoilert.

    Plätschert so dahin, ist auch ganz OK mit seinen 105 Minuten, aber Shutter Island war packender.
    6/10 Busunglücke

  4. #629
    Cineast Avatar von Maxe
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    Happy Deathday
    Und täglich grüßt der Mörder.

    Unsere Protagonistin ist an einem US-College und eine richtige Bitch. Folglich werden in den ersten 10 Minuten dem Zuschauer ca. ein Dutzend potentielle Mörder vorgestellt, wovon jemand am späten Abend auch zur Tat schreitet und sie ermordet. Der nächsten Tag ist der alte Tag und die Ereignisse wiederholen sich. Natürlich versucht unsere Protagonistin den Ereignissen zu enfliehen, den Mörder zu entlarven und ihrem Tod zu entgehen. Selbstverständlich wird versucht, den Zuschauer in die Irre zu führen.

    Ein schöner Film nach Schema F^^^täglich grüßt das Murmeltier. Sein einziges wirkliches Manko: FSK 12! Hier wären einige brutale Effekte schon nett gewesen. Aber so ist der Film sogar ehefrauentauglich. Natürlich war der Mörder unter meinen 2 Tatverdächtigen und, wie schon geschrieben, auch am Schluß nicht täuschen lassen! Ich hätte vielleicht noch eine Wendung mehr erhofft, aber so wird keiner überfordert
    Aufgrund fehlender Härte, nur seeeehhr knappe 8 /10 Läuterungen

  5. #630
    Dauergast Avatar von gibber
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    Das alternative Ende fand ich auch nicht schlecht.

  6. #631
    Cineast Avatar von Maxe
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    Zitat Zitat von gibber Beitrag anzeigen
    Das alternative Ende fand ich auch nicht schlecht.
    Spoiler mal, ich habe den Film nur auf Amazon gesehen ... sehe eben:
    https://www.youtube.com/watch?v=p2n2yJL3aog
    Spoiler: Das hätte die Story noch unlogischer gemacht, zumal ich die Gattin ausgeschlossen hatte ... aber dass die Schmerzen im Original keine Rolle weiter spielten, war allerdings störend.
    Mein 1. Favorit als Mörder war übrigens ihr Vater
    Geändert von Maxe (17.05.2018 um 17:31 Uhr) Grund: Youtube

  7. #632
    Cineast Avatar von Maxe
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    Safe (TV-Serie, 2018)
    "Dexter" sucht seine Tochter.

    Ein klassischer Krimi in Modern: Ein Junge wird ermordet und dessen Freundin verschwindet. Der Vater sucht seine Tochter, nach und nach lüftet sich der Schleier, dabei kann der Zuschauer mitraten. Die Serie beginnt verhalten, um die Spannung sukzessive deutlich zu steigern ... dazu die Cliffhanger.

    Ich mag solche Filme, vor allem, wenn ich die Lösung vor dem Haupthelden eraten habe. Das geschah auch hier, wobei die 8. der 8 Folgen die Erklärfolge ist. "Leider" war der Täter am Ende ein "My" zu inkonsequent

    Sehr reichliche 7 / 10 Anhänger

  8. #633
    Cineast
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    Düstere Legenden (1998)
    Typischer Collegestudenten-Metzel-Film mit Alicia Witt und Jared Leto. In Gastauftritten Robert "Freddy" Englund und Brad Dourif.
    An einem amerikanischen College geht ein Serienkiller um, der seine Opfer im Stil von Urban Legends umbringt. Und irgendwie passiert alles im Dunstkreis von Natalie (Alicia Witt), während Paul (Jared Leto) die Stories für die Campus-Zeitung ausschlachten will.

    Kann man gesehen haben, muss man aber nicht. Natürlich geht es immer um's Who-dunnit, die Besetzung von Robert Englund legt sicher eine erste Fährte, aber auch viele andere "seltsame" Charaktere tauchen als Brotkrumen auf. Ansonsten recht durchschnittlich insgesamt.

    5-6/10 Schlafsaal-Geschichten.

  9. #634
    Cineast Avatar von Maxe
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    Die Verleugnung
    David Irving verklagt US-amerikanische Historikerin wegen Verleumdung.

    Ein besonderer Holocaust - Gerichtsfilm der BBC vorangig für den USA-Markt. Letzteres erklärt auch einige beinah und leicht übertriebene Kitsch-Szenen (z.B. das "Kopfsenken" vor Gericht) sowie den punktuellen Geschichts-Nachhilfeunterricht. Zudem gute Unterhaltung.

    Für einen Aspekt gebe ich einen Zusatzpunkt:
    [Die Verteidiger müssen den Vorsatz der Irving-Lügen nachweisen.] Der Richter verweist darauf, das Irving offenbar an das glaube, was er sagt. Kann nun ein "Gläubiger" lügen? Ich meine, für einen guten Katholiken verwandelt sich die Oblade beim Abendmahl im Mund tatsächlich zum "Leib Christi". Das ist nicht nur Symbolik wie bei den Protestanten. Selbst in der Weihnachtsgeschichte gibt es nachweislich wissenschaftliche "Unstimmungkeiten". Lügt ein Christ nun, wenn er gegen alle wissenschaftliche Beweise an seinem Glauben festhält und seinen Standpunkt vertritt? Spannend das!

    7 / 10 Plastikbecher
    Geändert von Maxe (08.06.2018 um 15:17 Uhr) Grund: Typo

  10. #635
    Cineast
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    Des Teufels Advokat (1977), nicht zu verwechseln mit The Devil's Advocate (1997)

    Literatur (Bestseller)-Verfilmung, deutsch-amerikanische Coproduktion: An Krebs im Endstadium erkrankter Vatikan-Beauftragter fährt 1958 in ein italienisches Bergdorf, wo die Leute einen gewissen Giacomo Navarro verehren, der gegen Ende des 2. Weltkrieges verwundet im Dorf aufgenommen wurde und dann einige humanitäre Taten und Heilungen vollbracht hat. In Gesprächen mit den Dorfbewohnern rekonstruiert er die Geschehnisse von damals und muss sich darüber hinaus auf Diskussionen über Sünde und den Sinn des Lebens einlassen.

    Bekanntestes Gesicht ist Jason Miller (Pater Karras aus dem Exorzisten).

    Ansonsten ist der Film meiner Meinung nach eher was für erzkatholische Arthouse-Fans. Blu-Ray hat nur deutschen Ton, Film ist ziemlich unspannend und langweilig. Da haben wir uns etwas anderes drunter vorgestellt (wahrscheinlich wegen des anderen oben genannten Films im Hinterkopf).

    4/10 Wunderheilungen (1 Extrapunkt zur Aufwertung, da ich mich nicht zur Zielgruppe zugehörig fühle).
    Geändert von Gartek (24.06.2018 um 07:54 Uhr)

  11. #636
    Cineast Avatar von Maxe
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    * Die letzten Krieger (Kolovrat)
    Krieger verteidigen Rußland gegen die Goldene Horde.

    Nach den 28panfilovtsev nun ein weiteres Heldenepos im Hollywoodstil aus russischen Landen. Der Film ist gut gemacht, setzt Pathos, Folklore und Liebelei nur dosiert ein und spart nicht mit Farben. Nette Zugabe am Schluß: Der Bogen zur Schlacht im Westen, auf dem Peipur-See.

    Macht unterhaltsame
    7 / 10 russische Bären


    * Goliath (1. und 2. Staffel)
    Abgeranzter, versoffener Anwalt hat pro Staffel einen Fall mit machtigen Feinden.

    Die Serie wird vollständig von Billy Bob Thornton getragen, der seine übliche Rolle spielt. Aber auch sein Team von Helferinnen scheint ganz Unten zu sein. Wie immer gut anzusehen ist Tania Raymonde (Death Valley, die Serie hätte fortgesetzt werden müssen!).
    In der 1. Staffel erinnerte der Konflik mit der gegnerischen Kanzlei bis in Details an "Better Call Saul". Der Schluß der 2. Staffel war dann etwas überraschend. Vielleicht ein Hinweis auf eine 3. Staffel?

    Leider etwas unglaubwürdig und langezogen:
    6 / 10 Scheißkerle

  12. #637
    Cineast Avatar von Maxe
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    Dunkirk (2017)
    Patriotischer "Jugendfilm" über die Evakuierung der Briten während der Schlacht von Dünkirchen

    Guter Film, der Einzelschicksale mit einander verknüpft und so beeindruckt. Ärgerlich ist dennoch, daß
    • der Fakt, der fast vollständigen Rettung der Briten auf Kosten ihrer Verbündeten, nur für Insider angerissen erschien,
    • die Briten den Eindruck von Wehrpflichtigen machten, dabei handelte es sich um Berufsoldaten, die bereits z.T. aus H.M. Kolonien Kampferfahrung hatten,
    • die teilweise effektive Luftabwehr der Kriegsschiffe nur angedeutet wurde.
    • Von der Rückführung der geretten Franzosen aufs Festland sowie der "Operation Catapult" will ich gar nicht erst anfangen ...


    Täuschte mich der Eindruck, daß die heutige Strandseite von Dünkirchen gezeigt wurde?

    Wie schon geschrieben, ein guter patriotischer "Jugendfilm", macht:
    7 / 10 Notlandungen

  13. #638
    Cineast
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    In den letzten Tagen gab es:
    The Hollow Crown - Richard III.
    Erst nachher wurde uns klar, dass es sich bei "The Hollow Crown" um eine britische Miniserie handelt, die die Königsdramen von Shakespeare begonnen mit Richard II, fortgesetzt über Henry IV, Henry V, Henry VI und Richard III beinhaltet.
    In dieser Richard III-Version spielt Benedict Cumberbatch die Titelrolle, Judy Dench seine Mutter. Am Anfang gibt es ein "Was bisher geschah", was aber eher wenig bringt. Gut gespielt und inszeniert - aber dann muss bei Gelegenheit doch mal die komplette Reihe ins Regal. "Klassisch" inszeniert, im Gegensatz zur Version mit Ian McKellen von 1995, die in einem quasi dritten Reich spielt.
    8/10 Missbildungen

    Agent Hamilton - Im Interesse der Nation
    Der schwedische James Bond-Aufguss existierte schon in den 80-90ern in verschiedenen Inkarnationen. Diese Verfilmung von 2012 ist ein bisschen düsterer und härter als der typische Bond-Film. Jason Flemyng (aus Bube, Dame, König, GrAs) spielt den Gegenspieler.
    Hamilton ist undercover dabei, als ein Waffenschmuggel mit schwedischen Waffen schief geht und alle außer ihm von einer Söldnertruppe umgebracht werden. Damit beginnen die Ermittlungen, die zahlreiche Tote mit sich bringen, auch um terroristische Anschläge zu vereiteln. Politscher und humorloser als Bond, etwas zäh am Anfang aber durchaus spannend am Ende. Konnte man mal schauen, geht aber wieder in die Trödelkiste.
    6/10 GPS-Granaten

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