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Thema: Vinyl - Die Schallplatte - Schwarze Lust oder muffiger Audio Fluch?       

  1. #201
    Platzanweiser Avatar von bongobong
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    Falls es euch noch interessiert, der Neue ist ein kleiner aber feiner Teac TN-3B.
    Nur die Verkabelung passt noch nicht ganz





    Gruß
    Dirk
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  2. #202
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    Avatar von MOS2000
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    Hallo zusammen,
    ja, zu allem an dem Alan Parsons seine Finger hatte muss man eigentlich nichts mehr sagen - das sind durchgängig "Klassiker" - Million-Seller und selbst durch Re-Mastering meist nicht kaputt zu machen.

    Zu Nirvana:
    Da findest Du momentan von der Nevermind eigentlich nur die Ausgaben von "Back To Black" (müsste UMG sein).
    Ansonsten findest Du bei Discogs über 500 Auflagen/Formate von der Scheibe - ein Guter Teil nicht offiziell und damit Bootlegs:
    https://www.discogs.com/Nirvana-Nevermind/master/13814

    Für ein Original aus EU - Erstauflage Vinyl - werden in gutem Zustand so ab 50 EUR fällig - gerne auch über 100:
    https://www.discogs.com/Nirvana-Neve...elease/8640170

    Farbiges Vinyl - ist nicht per se schlecht. Und natürlich ist eine farbige Vinyl -keine- Picture Disc.
    Picture Discs sind Flexis, welche auch die Platten mit den Bildmotiven aufgeklebt werden - farbige Vinyls werden ganz herkömmlich gepresst - genau wie schwarze. Es sind also völlig verschiedene Herstellungsprozesse.

    Wenn verschiedene Farben ins Spiel kommen, dann muss in der Produktion meist sorgfältiger gearbeitet werden, damit die verschiedenen Mischungen passend verarbeitet werden - dies ist leider auf den uralten Produktionsstraßen nicht immer der Fall.
    Eigentlich ist PVC - der Grundstoff - ohnehin eher milchig, transparent - die Qualität der Farben wird eigentlich immer dann merklich schlechter, wenn Partikel mit ins Spiel kommen die einen Gold, Silber oder sonstwie Glitzer-Effekt mitbringen.
    Wenn man sonst bei blau, grün oder Mixed auf die richtige Temperatur achtet, dann ist da kein Klangunterschied. Manchmal habe ich es, dass eine 2 Farbige Platte (zum Beispiel halb weiß / halb blau) an der Stoßkante der beiden Farben leicht spratzelt - das ist dann aber genau auf nicht korrekt eingestellte Temperaturen bei der Verarbeitung zurückzuführen - umtauschen - vielleicht ist beim nächsten Exemplar aus der Kiste alles in Ordnung.

    Leg lieber langsam los - und überleg Dir ob Du nicht spezifisch sammeln möchtest statt Dir ein "buntes Sammelsurium" zuzulegen.
    Vinyl sammeln bedeutet auch beim Kauf Zeit mitzubringen - manchmal dauert es Jahre bis sich eine Wunsch-Ausgabe dann ganz plötzlich zu Dir verirrt.
    Und fang früh an bei Discogs Deine Sammlung anzulegen - damit Dir keine Doppelkäufe passieren und Du jederzeit scheuen kannst ob der Verkäufer denn was vernünftiges anbietet (Mega gesuchte Scheibe in sehr gutem Zustand - aber plötzlich nur 14 - 16 EUR == Bootleg-Gefahr!)

    Liebe und Grüße
    MOS2000

  3. #203
    Platzanweiser Avatar von bongobong
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    Ich glaube ich verstehe so langsam was du meinst.
    Das wird deutlich schwieriger eine technisch gute Platte zu finden wie eine CD.

    Ich wollte es ja so, nun muß ich da durch

    Ein Frage fällt mir noch ein, zu der Norah Jones - Come Away With Me LP.
    Immer das letzte und vorletzte Stück auf beiden Seiten wurde etwas scharf bei den T- und P-Lauten von ihrer Stimme.

    Gibt es da einen technischen Grund oder ist das nur Zufall durch schlechte Aufnahme?

    Gruß
    Dirk
    Geändert von bongobong (08.10.2020 um 09:54 Uhr)

  4. #204
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    Avatar von MOS2000
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    Zitat Zitat von bongobong Beitrag anzeigen
    ... verstehe so langsam ... wollte es ja so, nun muß ich da durch ...
    Genau! Das ist die richtige Einstellung.
    Die aktuellen Pink-Floyd Neuauflagen sind übrigens klanglich absolut empfehlenswert (die mit dem großen schwarzen Aufkleber oben links...).
    Bei Kraftwerk scheiden sich die Geister am 2009er Re-Mastering. An den "Versionen" von "3D der Katalog" erst recht.
    Auch die gerade in jeder Hit-Liste zu findenden Farb-Versionen beruhen auf diesem Re-Master.

    Bei CDs kann man zumindest davon ausgehen, dass jede Kopie identisch ist - bei Vinyl ist - philosophisch betrachtet - jede Kopie "einzigrtig" (gut oder schlecht).
    Jedefalls steht fest, dass gerade bei den Prozessen bevor eine Platte tatsächlich gepresst wird die Qualität definitiv nicht besser wird. Eher verliert die Platte bei jeder Produktionsstufe ein bisschen, was aber bei Rock/Pop/EDM/IDM meist nicht schlimm ist, da solche Musik insgesamt wenig Dynamik beitet und immer genug Abstand zum Rauschteppich.

    Ausschließen würde ich Klassik von LP - die Dynamiksprünge großer Orchester und leiseste Passagen sind meist keine Freunde des Vinyls.
    Eine Ästhetik der Stücke ist natürlich auch auf Vinyl vorhanden und der "Genuss" wird dadurch nicht individuell immer geschmälert - aber die rein technischen Voraussetzungen sind beim Vinyl einfach deutlich an der Grenze was klassische Musik angeht.

    Bei Deiner Maschine könnte man die "Grüne Pest" noch upgraden - wenn es Dir das wert ist - gibt verschieden Optionen...

    Liebe und Grüße
    MOS2000

  5. #205
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    Avatar von MOS2000
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    Zitat Zitat von bongobong Beitrag anzeigen
    ... Ein Frage fällt mir noch ein, zu der Norah Jones - Come Away With Me LP.
    Immer das letzte und vorletzte Stück auf beiden Seiten wurde etwas scharf bei den T- und P-Lauten von ihrer Stimme.

    Gibt es da einen technischen Grund oder ist das nur Zufall durch schlechte Aufnahme? ...
    Das ist eine Schwäche der Schallplatte - zur Mitte hin steigt die Tendenz zu Verzerrungen.
    Wer empfindlich drauf reagiert hört das dann immer - speziell zischende S-Laute sind hier das Problem.

    Lies mal hier nach:

    https://www.analog-forum.de/wbboard/...-auslaufrille/

    Die verschiedenen Meinungen dort beschreiben schon was Sache ist - Platten bringen das in einem gewissen Maß selbst mit, aber man kann durch aufwendige Justage, optimierungen beim Arm / Tonabnehmer dafür sorgen dass dies minimiert wird.
    Nicht verrückt machen - manche Pressungen haben das auch gar nicht - und der Aufwand für nahezu vollständige Eliminierung steigt ins Unendliche.
    Die Justage insgesmt mal genau zu prüfen ist ein guter Ansatz - je genauer alles eingestellt ist desto besser sollte es werden.
    Gibt verschiedene Schablonen nach denen eingestellt werden kann - aber auch Tonarmhöhe und damit VTA sind relevant - wenn man das einstellen kann.

    Liebe und Grüße
    MOS2000

  6. #206
    Platzanweiser Avatar von bongobong
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    Zitat Zitat von MOS2000 Beitrag anzeigen
    .....
    Ausschließen würde ich Klassik von LP - die Dynamiksprünge großer Orchester und leiseste Passagen sind meist keine Freunde des Vinyls.
    Eine Ästhetik der Stücke ist natürlich auch auf Vinyl vorhanden und der "Genuss" wird dadurch nicht individuell immer geschmälert - aber die rein technischen Voraussetzungen sind beim Vinyl einfach deutlich an der Grenze was klassische Musik angeht.

    Bei Deiner Maschine könnte man die "Grüne Pest" noch upgraden - wenn es Dir das wert ist - gibt verschieden Optionen...

    Liebe und Grüße
    MOS2000
    Klassik wollte ich weiterhin von CD/FLAC hören..
    Meine Frau hat zwar noch ein paar Klassik LPs, die ich mir auch mal anhören werde, aber neue werd ich mir nicht kaufen.

    Hab mich schon schlau gemacht über den grünen Audio Technica .

    Aktuell stehen schon der Ortofon 2M Red und der Goldring GL005 Red auf der Liste.
    Die sollen besonders in der Höhen und Mitten noch einiges rausholen können.

    Das Optimum soll der Audio-Technica VM540ML für diesen Dreher sein.
    Aber ob ich den Preis zahlen will weiß ich nicht.

    Ein guter Phonovorverstärker soll wohl auch noch etwas rauskitzeln können.
    Aktuell reicht mir der eingebaute noch.
    Ich muß mich da erstmal noch etwas reinhören.



    Zitat Zitat von MOS2000 Beitrag anzeigen
    ....
    Die Justage insgesmt mal genau zu prüfen ist ein guter Ansatz - je genauer alles eingestellt ist desto besser sollte es werden.
    Gibt verschiedene Schablonen nach denen eingestellt werden kann - aber auch Tonarmhöhe und damit VTA sind relevant - wenn man das einstellen kann.

    Liebe und Grüße
    MOS2000
    Hab mir zwar Gestern beim Aufstellen schon ne halbe Stunde Zeit genommen um nur den Tonarm auszurichten aber ob ich das alles so richtig und exakt gemacht habe bin ich mir nicht sicher.
    Die Anleitung beim Plattenspieler ist schon ok aber gerade beim Antiskating bin ich mir nicht ganz sicher. Hab mal den gleichen Wert genommen wie beim Tonarmgewicht.
    Vielleicht schau in mir noch ein paar Youtubes an. Vielleicht kann ich ja damit auch die Nebengeräusche von Norah Jones etwas verringern.

    Gruß
    Dirk

  7. #207
    Platzanweiser Avatar von bongobong
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    War heute im Mediamarkt und kam einfach nicht an den PLatten vorbei
    Die Bap ist aber noch eine alte von meiner Frau.
    Die Stevie Ray Vaughn war ein spontaner Lustkauf, weil ich sie schon als CD habe.
    Erst Zuhause habe ich gemerkt das es eine limitierte Auflage (3000 Stück) in Marmorlook ist.
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    Geändert von bongobong (09.10.2020 um 19:29 Uhr)

  8. #208
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    Avatar von MOS2000
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    Zitat Zitat von bongobong Beitrag anzeigen
    ... Aktuell stehen schon der Ortofon 2M Red und der Goldring GL005 Red auf der Liste.
    Die sollen besonders in der Höhen und Mitten noch einiges rausholen können. ...
    Beim Tonabnehmer macht 90% der Fortschritte der reine Schliff aus.

    Die Goldring Abnehmer sind beim Preis-Leistungs-Verhältnis schlecht - die haben in den letzten 2 Jahren irrsinnig zugelegt was die Anschaffung angeht - ohne den geringsten Mehrwert in der Konstruktion zu bringen.
    Rein klanglich sind sie natürlich gut - welche tendenz es da momentan zu Bässen oder Höhen gibt weiß ich nicht auswendig.
    Bei Ortofon sind die 2M eigentlich auch zu teuer, aber wenigstens optisch ganz hübsch.
    Die Nadeln sind allerdings identisch mit der OM Reihe - die zugegebenermaßen optisch ziemlich hässlich ist. Ortofon OM30 ist hier eine sehr guter Kompromiss aus Preis / Leistung

    Für Deinen Abnehmer könntest Du easy upgraden mit einem Nadeleinschub mit Microline (ML) oder Shibata (SH) Schliff.
    Das ist dann schon sehr gutes Material. Da hat sich Audio Technica schon Gedanken gemacht.
    Da ich die Abnehmer nicht hier habe kann ich nicht 100% bestätigen, sollte sich aber durch kurze Recherche rausfinden lassen, ob alle Einschübe auch auf deinen Generator passen - sie sind eigentlich "one family":

    Das ist die ganze Familie:
    https://www.audio-technica.com/de-de...at-vm95-series

    ML-Schliff:
    https://www.audio-technica.com/de-de/at-vmn95ml

    SH-Schliff
    https://www.audio-technica.com/de-de/at-vmn95sh

    Da musst Du noch nicht mal neu einstellen - Massenverhältnisse sind identisch - und hättest eine Testnadel "einfach" für Flohmarktware die erst mal geprüft werden muss und eine "gute" wenn dann Neuware aufliegt.
    Schärfere Schliffe holen mehr aus der Rille und schonen, durch großflächigeren Kontakt mit der Flanke der Rille, auch insgesamt die Platte besser.

    Letztlich musst Du aber schauen, dass der Abnehmer zu Deinem Arm passt - die ganze Konstruktion bildet physikalisch ein Masse-Feder System, das nur bei Beachtung aller Parameter optimal funktioniert. (Masse des Arms in Kombination mit dem Abnehmer vs. Nadelnachgiebigkeit)
    Daher kann man nicht einfach jeden Abnehmer auf jeden Arm klatschen, oft schon einfach wegen Gewicht oder Länge der Bauform nicht.

    Wenn Dich der Gedanke irgendwann piesackt können wir das gerne hier vertiefen.
    Nicht einfach kaufen!


    Glückwunsch im übrigen zu den neuen Platten...
    Wieder ein Süchtiger mehr....

    Liebe und Grüße
    MOS2000

  9. #209
    Cineast Avatar von Gartek
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    Gestern im letzten echten Plattenladen Münsters gekauft: Die neue Ärzte-Single "True Romance" und die LP "Die Goldenen Zitronen: Porsche - Genscher - Hallo HSV".

    Und ein paar Tage davor kam von jpc: Yes - The Steven Wilson Remixes (6LP).

  10. #210
    Kinobesitzer Avatar von BergH
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    Zitat Zitat von MOS2000 Beitrag anzeigen
    Beim Tonabnehmer macht 90% der Fortschritte der reine Schliff aus.

    Die Goldring Abnehmer sind beim Preis-Leistungs-Verhältnis schlecht - die haben in den letzten 2 Jahren irrsinnig zugelegt was die Anschaffung angeht - ohne den geringsten Mehrwert in der Konstruktion zu bringen.
    Rein klanglich sind sie natürlich gut - welche tendenz es da momentan zu Bässen oder Höhen gibt weiß ich nicht auswendig.
    Bei Ortofon sind die 2M eigentlich auch zu teuer, aber wenigstens optisch ganz hübsch.
    Die Nadeln sind allerdings identisch mit der OM Reihe - die zugegebenermaßen optisch ziemlich hässlich ist. Ortofon OM30 ist hier eine sehr guter Kompromiss aus Preis / Leistung

    Für Deinen Abnehmer könntest Du easy upgraden mit einem Nadeleinschub mit Microline (ML) oder Shibata (SH) Schliff.
    Das ist dann schon sehr gutes Material. Da hat sich Audio Technica schon Gedanken gemacht.
    Da ich die Abnehmer nicht hier habe kann ich nicht 100% bestätigen, sollte sich aber durch kurze Recherche rausfinden lassen, ob alle Einschübe auch auf deinen Generator passen - sie sind eigentlich "one family":

    Das ist die ganze Familie:
    https://www.audio-technica.com/de-de...at-vm95-series

    ML-Schliff:
    https://www.audio-technica.com/de-de/at-vmn95ml

    SH-Schliff
    https://www.audio-technica.com/de-de/at-vmn95sh

    Da musst Du noch nicht mal neu einstellen - Massenverhältnisse sind identisch - und hättest eine Testnadel "einfach" für Flohmarktware die erst mal geprüft werden muss und eine "gute" wenn dann Neuware aufliegt.
    Schärfere Schliffe holen mehr aus der Rille und schonen, durch großflächigeren Kontakt mit der Flanke der Rille, auch insgesamt die Platte besser.

    Letztlich musst Du aber schauen, dass der Abnehmer zu Deinem Arm passt - die ganze Konstruktion bildet physikalisch ein Masse-Feder System, das nur bei Beachtung aller Parameter optimal funktioniert. (Masse des Arms in Kombination mit dem Abnehmer vs. Nadelnachgiebigkeit)
    Daher kann man nicht einfach jeden Abnehmer auf jeden Arm klatschen, oft schon einfach wegen Gewicht oder Länge der Bauform nicht.

    Wenn Dich der Gedanke irgendwann piesackt können wir das gerne hier vertiefen.
    Nicht einfach kaufen!


    Glückwunsch im übrigen zu den neuen Platten...
    Wieder ein Süchtiger mehr....

    Liebe und Grüße
    MOS2000
    tach auch !

    Gibt es da nicht mal endlich was mit Laser?
    So berührungs- und abnutzungsfrei wäre doch toll.

  11. #211
    Platzanweiser Avatar von ThePapabear
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    Zitat Zitat von BergH Beitrag anzeigen
    Gibt es da nicht mal endlich was mit Laser?
    Gibt es doch schon, nennt sich CD Player!

  12. #212
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    Avatar von MOS2000
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    Zitat Zitat von BergH Beitrag anzeigen
    ... Gibt es da nicht mal endlich was mit Laser? ...
    Das gibt es schon ewig - seit 1998 - nennt sich Laserturntable.

    Read the glorious history here:
    http://www.hifimuseum.de/der-laser-s...spieler-2.html

    Willkommen bei den Japanern:
    https://www.elpj.com/

    Kauf Dir einen beim nächsterreichbaren Vertrieb in Ö-Land hier:
    https://www.sempre-audio.at/ELP_Lase...bH.id.5224.htm

    Je nach Modell benötigst Du heute so von 18.900 bis 29.900 EUR. (Da ist kein Komma verrutscht...)

    ... und dann lebe noch mit folgenden Nachteilen:

    - Mag Staub oder Dreck in der Rille so gar nicht (das "knallt" regelrecht)
    - Mag wellige Platten ab einem gewissen Grad so gar nicht
    - Spielt nur schwarze Scheiben
    - Servicekosten und Reparaturdauer wenn mal wo was klemmt sind unkalkulierbar

    Ich würde trotzdem ziemlich viel geben, wenn ich die Möglichkeit hätte mal einen zu testen / Eine Aufnahme zu machen...
    Ist ein "Traum" der aber nie wahr werden wird.

    Irgendjemand mit guten Kontakten zu elp hier?
    Alex...? Fahr da mal vorbei und rede mit denen - dann ruf mich an

    Liebe und Grüße
    MOS2000

  13. #213
    Cineast Avatar von JPK
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    Oh Gott ....

    Anal.jpg

    Servicetechnisch der blanke Horror. Wieviel analoge Kreise perfekt aufeinander abgestimmt werden müssen. Und dann noch 5 Laser (die garantiert sterben)
    Da muss man arg verliebt sein (selbst mit dem passenden Budget), um das rechtfertigen zu können.
    Der C64 hat nur einige wenige analoge Filter in seinem SID (Sound-Chip) und die sterben alle nach 40 Jahren. Da gibt es eine Fangemeinde, die Nachbauen (digital emuliert halt) entwickeln.
    Aber der ELP ist analoge Raketen-Technik. Das kann im Grunde keiner mehr warten.

    Aber geil zu sehen, was alles mal so ging. Heute würde jemand eine App in Indien entwickeln lassen, dann ein Foto von der Platte in 10 verschiedenen Winkeln aufgenommen und dann rechnet dir der Algorythmus 96kHz feinsten Audiostream aus den Pixeln in 5 Sekunden zusammen

    btw - danke für den Link auf's Hifi-Museum. Bin am Stöbern

    Edit - boah - ist das spannend, was an Aufwand und Tests und Know-How in winzige Details flossen: http://www.hifimuseum.de/1979-verzer...challplat.html

    @bongbong: und hier ist auch eine Info zu den inneren Bereichen:
    7) Die bei PolyGram realisierten Beispiele zeigen, daß selbst im Falle einer Überspielung vom Bandoriginal die Gesamtklirrverzerrungen im inneren Teil des Spielfeldes der Schallplatte die 3%-Grenze erreichen und zwar bei einem Bandpegel von 6dB über 320 nW/m.

    Eine Überspielung von der 1:1 Erstkopie hingegen läßt diese Grenze bereits überschreiten. In beiden Fällen wurde von einem Plattenpegel von -2 dB (bez. 8cm/s Sp. bei 1 kHz) ausgegangen. Wählt man hingegen einen Plattenpegel von +4dB, wie heute an der Tagesordnung, werden leicht Verzerrungwerte von 7% bis 8% erreicht.
    Und das ist ja nur ein Sinus, ohne Nebengeräusche (wie etwa Musik )
    Bei der Beurteilung am Ende wird es wieder klar: Was dem einen Musik, ist dem anderen Kakophonie

    1) Es ist ziemlich schwer, besonders innerhalb einer Gruppe von Personen mit kritischer Hörerfahrung, eine gemeinsame Ausgangsbasis zu finden z.B. schon dafür, ob etwa die Wiedergabe der Plattenseite vom Bandoriginal wirklich von jedem als "einwandfrei" (ausgenommen natürlich die beiden höchsten Pegel) anerkannt werden kann: schon da gibt es voneinander abweichende Vorstellungen darüber, was eine einwandfreie Aufnahme und/oder was eine ideale Wiedergabequalität ist.
    2) Ganz ähnlich ist eine schlüssige Beantwortung der Frage - "wie schlecht ist schlecht?" kaum möglich, d.h. auch das negative Ende der Qualitäts-Skala ist etwas problematisch.
    3) Ein besonders sinnfälliges Beispiel für die in Punkt 2 angeschnittene Problematik ist z.B. der Klang von bestimmten Blechblasinstrumenten, deren Obertonspektrum derart stark im Sinne von "Schmetterklängen" sein kann, daß das Urteil schwerfällt, ob es sich um jene oder bereits um Verzerrungsprodukte handelt.
    Ich hatte an anderen Stellen und Seiten hier im Museum bereits ausgeführt, daß die Schallplattenfirmen rund um den Globus ziemlich genau wußten, was sie auf die Platten drauf "brachten" und was davon wieder runter zu holen war, egal mit welchem noch so hohen Aufwand und mit welcher Technik.
    Die technischen Labors der Schneidstudios und der Presswerke hatten immer schon die feinste verfügbare Technik und konnten alles ausprobieren. Insbesondere war in Fachkreisen seit 1946 allgemein bekannt, daß es bei der 30cm Platte erhebliche Qualitäts-Unterschiede bezüglich der Radiusabhängigkeit ("außen, mitte, innen") gab und immer noch gibt. Daran hat sich physikalisch nichts geändert.
    Ergo: it's not a bug - it's a feature
    Geändert von JPK (12.10.2020 um 07:52 Uhr)

  14. #214
    Spalter
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    Avatar von MOS2000
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    Zitat Zitat von JPK Beitrag anzeigen
    ... Heute würde jemand eine App in Indien entwickeln lassen, dann ein Foto von der Platte in 10 verschiedenen Winkeln aufgenommen und dann rechnet dir der Algorythmus 96kHz feinsten Audiostream aus den Pixeln in 5 Sekunden zusammen ...
    Auch das ist leider ein Wunschtraum - den ich ebenfalls schon häufig geträumt habe.
    Auch dazu gibt es erste Ansätze - natürlich wieder im Archivar-Wesen, weil damit theoretisch auch gebrochene Platten zumindest noch zum allergrößten Teil gerettet werden können. Ich finde gerade keinen Link, aber es gab dort sogar ein Audiobeispiel von einer gebrochenen Schellack.

    Problem ist aber auch hier die physikalische, analoge Leistungsfähigkeit des Equipments.
    Keine Standard-Kamera, kein Handy und nicht mal beste Video-Technik leistet das im Moment für einen vertretbaren Preis.
    Um die Struktur einer - sagen wir mal 16 KHz - Schwingung in der Flanke einer Vinyl erfassen zu können benötigte man wohl einen Scan mit mindestens ca. 50-70facher Vergrößerung bei ~20.000 dpi.
    Das resultierende Grafikfile hätte sicher mehrere dutzend Terabyte - ist also quasi nicht nachbearbeitbar.

    Die analoge Technik ist da schon ziemlich ausgefuchst gewesen - und es ging mit der Video-Schallplatte ja noch deutlich kleiner was die Rillenstrukturen anging. Zur Erinnerung:
    https://youtu.be/0LrPe0rwXOU

    Ich sehe Möglichkeiten der optischen Abtastung also nur mit Laser, vielleicht mit einem Array davon - oder einer Flüssigkeit, welche die Struktur der Rillenflanken irgendwie anders verwertbar auf ihrer Oberfläche abbildet...aber solange wir noch existieren werden wir wohl mit dem System, wie es ist, leben müssen.

    Fnde ich aber alles gar nicht tragisch - andere restaurieren alte Autos, halten Tiere in der Wohnung die da gar nichts zu suchen haben, haben 'ne Eisenbahn im Keller oder sonstwie sinnbefreite Hobbys. Letztlich geht es ja eigentlich um die Musik, nicht um die Technik - und daher fummel ich halt solange ich noch kann damit rum.

    Liebe und Grüße
    MOS2000

  15. #215
    Cineast Avatar von JPK
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    Zitat Zitat von MOS2000 Beitrag anzeigen
    aber solange wir noch existieren werden wir wohl mit dem System, wie es ist, leben müssen.
    Wer weiss schon was die Zukunft bringen mag Wenn ich im Hifi-Museum rumlese (ja immer noch - bin angefixt), ging es nach der Ursprungsentwicklung immer nur darum, es billiger in den Massenmarkt zu pressen. Bis dann die Entwicklung soweit war, das selbst "aktuell verkaufter Schrott" noch um Längen besser ist als 30 Jahre altes High-End.
    Und die 80 Lenze wollen wir noch packen - Oder?! Ob wir dann noch was hören können ...

  16. #216
    Platzanweiser Avatar von bongobong
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    Ne ne, was Analog ist soll auch Analog bleiben.

    Jetzt wo ich gerade auf den Analogzug wieder aufgesprungen bin.


    Zitat Zitat von MOS2000 Beitrag anzeigen
    ....
    Für Deinen Abnehmer könntest Du easy upgraden mit einem Nadeleinschub mit Microline (ML) oder Shibata (SH) Schliff.
    Das ist dann schon sehr gutes Material. Da hat sich Audio Technica schon Gedanken gemacht.
    Da ich die Abnehmer nicht hier habe kann ich nicht 100% bestätigen, sollte sich aber durch kurze Recherche rausfinden lassen, ob alle Einschübe auch auf deinen Generator passen - sie sind eigentlich "one family":

    Das ist die ganze Familie:
    https://www.audio-technica.com/de-de...at-vm95-series

    ML-Schliff:
    https://www.audio-technica.com/de-de/at-vmn95ml

    SH-Schliff
    https://www.audio-technica.com/de-de/at-vmn95sh

    Die Nadeln, die ich mir ausgesucht habe, kommen aus verschiedenen Zeitschriften die meinen Dreher getestet haben.
    Da die Nadel aber wohl noch so 300 Stunden halten soll werd ich mir das dann nochmal durch den Kopf gehen lassen.
    Und dich fragen.

    Beste Grüße
    Dirk

  17. #217
    Platzanweiser Avatar von bongobong
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    So sieht übrigens die SRV Platte aus.



    Gruß
    Dirk
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  18. #218
    Spalter
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    Avatar von MOS2000
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    Zitat Zitat von JPK Beitrag anzeigen
    ... das selbst "aktuell verkaufter Schrott" noch um Längen besser ist als 30 Jahre altes High-End....
    Da gehe ich nicht mit - gutes High-End klingt - wenn es technisch nicht defekt ist - auch heute noch "richtig gut".
    Insgesamt ist das Thema "Audio" sehr beherrschbar geworden - selbst winzigste Player können 192/24 abspielen - Dinge aufzeichnen die menschliche Ohren gar nicht mehr hören.
    Platte wurde entwickelt um das abzudecken, was das menschliche Ohr kann - 20 Hz - 20 KHz - bzw. praktikabler für normal-Erwachsene: 35 Hz - 16 KHz.
    Eine Auna-komplett-billig-Anlage für 87,37 EUR aus dem Amazon Drittanbieter China-Klump-Markt klingt auch heute noch richtig scheiße.
    Es mag diesen Punkt geben, an dem man heute schon sehr viel HIFI fürs Geld bekommt - aber da muss man sehr bedacht auswählen - und ich könnte nicht sagen, ob das bei 500 EUR für alles liegt oder erst bei 2.000.
    Und trotzdem wird eine gute alte High-End Anlage diese Kombinationen in puncto Leistungsfähigkeit (Pegel) meist noch deutlich hinter sich lassen.
    Was altes HIFI nie richtig bedienen wird ist diese "schnell-schnell-und-immer-verfügbar" Mentalität. Wollen aber viele auch gar nicht.

    Der analoge Part von HIFI hat sich im Prinzip seit den späten 80ern kaum noch weiterentwickelt - da war das Ende der Fahnenstange erreicht was man haptisch und mechanisch leisten konnte.
    Danach kam Innovation nur noch im Digitalteil (x-Kanäle über komprimierte Formate - Einmessungen - DSPs - Drahtlosigkeit - Streaming - Meta-Daten-Informationen - ClassD Amps ...)


    Zitat Zitat von bongobong Beitrag anzeigen
    ... was Analog ist soll auch Analog bleiben. ... Die Nadeln,... kommen aus verschiedenen Zeitschriften die meinen Dreher getestet haben.
    Das muss ich Dich desillusionieren - in beiden Fällen.
    Die Master von denen Platten heute produziert werden sind in 95% aller Fälle digital - wenn vielleicht auch höher aufgelöst als CD - aber trotzdem schon mal "böse digitalisiert".
    Und Zeitschriften schreiben heute fast nur noch Käse zusammen wenn es um neues Equipment geht - da bist Du mit unabhängiger Beratung im Netz wahrlich besser bedient - wenn Dir niemand was effektiv verkaufen will/muss/soll.
    Audio, Stereo und wie sie alle heißen sind zum größten teil Anzeigenblättchen, bei denen kritische Stimmen - die es in den 80ern und frühen 90ern durchaus noch gab, völlig verstummt sind.
    Alles ist toll, je teurer desto besser, wenn die Anzeige ordentlich gekostet hat, dann passt auch der Testbericht 3 Seiten vorher.
    Wenn die Bilder wenigstens noch was taugen, dann kann man es wie einen Comic mal durchblättern, aber aussagekräftige Messungen findet man da schon lange nicht mehr.
    Dafür reichlich HIFI-Prosa um "Schwärze, Musikalität und Schnelligkeit", "Luft um Instrumente", "3D-Bühnendarstellung" oder ähnlichen Nonsens, der sich natürlich nie messen lässt aber hervorragend zum texten taugt.

    Liebe und Grüße
    MOS2000
    Essential in our lifetime and irresistible in our touch,
    the great spirits proclaim that
    capitalism is indeed organized crime and we are all the victims.

  19. #219
    Cineast Avatar von JPK
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    http://www.hifimuseum.de/die-notwend...-magazine.html

    Lustig - wollte gerade unabhängig den Link posten und du hast es schon schön geasgt.

    Zitat Zitat von MOS2000 Beitrag anzeigen
    Und Zeitschriften schreiben heute fast nur noch Käse zusammen wenn es um neues Equipment geht - da bist Du mit unabhängiger Beratung im Netz wahrlich besser bedient - wenn Dir niemand was effektiv verkaufen will/muss/soll.
    Audio, Stereo und wie sie alle heißen sind zum größten teil Anzeigenblättchen, bei denen kritische Stimmen - die es in den 80ern und frühen 90ern durchaus noch gab, völlig verstummt sind.
    Alles ist toll, je teurer desto besser, wenn die Anzeige ordentlich gekostet hat, dann passt auch der Testbericht 3 Seiten vorher.
    Wenn die Bilder wenigstens noch was taugen, dann kann man es wie einen Comic mal durchblättern, aber aussagekräftige Messungen findet man da schon lange nicht mehr.
    Dafür reichlich HIFI-Prosa um "Schwärze, Musikalität und Schnelligkeit", "Luft um Instrumente", "3D-Bühnendarstellung" oder ähnlichen Nonsens, der sich natürlich nie messen lässt aber hervorragend zum texten taugt.
    Mit "aktuell verkaufter Schrott" meinte ich nicht Auna - ich habe einen Hang zu übertreiben . Aber vieles damaliges "Hghi-End" war/ist nur mittlmässiger Mist in Holz und Alu gebettet.
    Und auch hier aus dem Artikel:
    Als mir vor vielen Jahren ein junger Mann mit 28 Jahren sein iPod mit ganz kleinen SONY Kopfhörern nur mal so "andienen" wollte, schlug ich erst mal das Angebot aus. Solch einen "Kinderkram" wolle ich mir nicht antun. Doch er war der Sohn eines renomierten Hifi-Händlers aus Mainz und dazu eines ganz alten Freundes. Ich konnte daher nicht allzulange "widerstehen". Die dann folgende Erfahrung war verblüffend und leider beschämend zugleich, die kleinen Dinger klingen phantastisch - sogar bei klassischer Musik. Er würde sich auch nie solch schwere große Brummer von Lautsprechern in sein Wohnzimmer stellen - wie sein Vater.
    Klar - richtig gutes Zeug bleibt unerreicht. Aber wie bei der IT-Entwicklung: vor 25 Jahren musstest du immer das Beste kaufen, damit es wenigstens 2 Jahre bestand hatte, bevor es obsolet wurde. Heute langt die Mittelklasse für 10 Jahre gut hin. Der Audio-Ausgang meines 100 (in Worten einhundert!) Euro "teuren", neuen Laptops hört sich bessser an, als der Kopfhörerausgang meiner Verstärker, CD und DVD-Player. Und dieser Kopfhörerausgang ist sicher noch weniger als ein Abfallprodukt.
    Geändert von JPK (12.10.2020 um 14:06 Uhr)

  20. #220
    Kinobesitzer Avatar von BergH
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    Zitat Zitat von MOS2000 Beitrag anzeigen
    Das gibt es schon ewig - seit 1998 - nennt sich Laserturntable.

    Read the glorious history here:
    http://www.hifimuseum.de/der-laser-s...spieler-2.html

    Willkommen bei den Japanern:
    https://www.elpj.com/


    Liebe und Grüße
    MOS2000
    WTF ist das teuer !!!!111

    Das muss doch digital viel einfacher gehen.
    So McGyver mäßig einen DVD Brenner zerpflücken und dann......
    [Ich träume gerade vom Tampon-Laser]

  21. #221
    Cineast Avatar von Gartek
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    Zitat Zitat von BergH Beitrag anzeigen
    WTF ist das teuer !!!!111
    Das ist nicht teuer.

    Ich weiß zwar nicht, wer die Zielgruppe dieses Geräts ist - ich kenne aber auch nicht so viele Multimillionäre mit Hang zu Hifi-Fetischismus:

    https://www.auditorium.de/vinyl/komp...k-acryl?c=2285

  22. #222
    Cineast Avatar von JPK
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    @Gartek & @BergH - das Voodoo hat schon vor 100 Jahren angefangen:
    Das Unerklärliche

    Überhaupt entwickelte sich bei Produzenten, Technikern und Erfindern ein wahrer Ideenwettlauf um immer mehr Lautstärke, „Natürlichkeit" und um immer weniger Nebengeräusche.

    Von der Nadel aus geheimem Hartholz, bei gewisser Mondphase handgeschnitzt, bis zum Abspielen unter Öl wurde alles, auch das schier Aberwitzigste erfunden. So mancher Tonexperte, der sein berufliches Studio-Epos erst in der nüchtern fortgeschrittenen Neuzeit begann, wird sich gefragt haben, wo denn in dieser Branche der Hang zum Mystikum herkommt.

    Die Antwort liegt in dem Unerklärlichen, dem sich schon unsere phonographischen Vorfahren alltäglich ausgesetzt sahen.
    http://www.hifimuseum.de/die-welt-des-klanges-01.html

    Alles hängt letzten Endes an der Qualität und Technik der Aufnahme. Und ob diese mit deinem Equipment genau so klingt, wie dein Gehirn es als Wohlklang empfindet.

    Nicht alles kann man "normen"

    Ein anderes Beispiel: Als ich das erstemal in den fünfziger Jahren in London mit dem in der Branche allbekannten Produzenten Walter Legge zusammentraf, machte er mir spontan Komplimente für diverse Klavieraufnahmen aus unserem damaligen Berliner Studiobetrieb und wollte in allen Einzelheiten wissen, wie wir die gemacht hatten. Er fände sie besser als seine eigenen, die immer irgendwie „peaky" (spitz, höhenbetont) klängen.

    Das Lob kam unerwartet, zumal deswegen, weil es gerade seine englischen Aufnahmen (und nicht nur die mit Klavier) waren, die uns vom deutschen Kommerz im Vergleich zu unseren eigenen Aufnahmen oft als einen Tick brillanter (und daher vermeintlich besser verkäuflich) vorgehalten wurden.

    In England war es eben anders als bei uns

    Auch hier gab es eine (für Techniker) einfache Erklärung:

    Die Engländer verwendeten alte, hauseigene elektrodynamische Mikrophone, die aufgrund der Abmessungen des Mikrophonkörpers ab 4 kHz einen leicht ansteigenden Frequenzgang hatten.

    Auch ihre Monitor-Lautsprecher hatten zum oberen Grenzbereich hin merkliche Spitzen (was damals für die Vorläufer von HiFi-Lautsprechern ziemlich typisch war). Klar, daß beides zusammen etwas zuviel der von Künstlern oft so gern gehörten „Präsenz" ergeben konnte.

    Wir „auf dem Kontinent" hingegen verwendeten schon die modernen, gradlinigen, bis über 15 kHz hinaufreichenden Klein-Kondensatormikrophone, und unsere Lautsprecher hatten nicht so „metallische" Höhen. Was zur Folge hatte, daß eine englische, präsenzbetonte Aufnahme hier etwas „brillanter" wirken mußte, während eine „weicher gezeichnete" deutsche drüben gerade richtig war.
    Erwähnte ich schon, das das Hifimuseum soviel Schätze an Wissen beinhaltet? Ich lese da schon seit gestern pausenlos.
    Geändert von JPK (13.10.2020 um 08:27 Uhr)

  23. #223
    Cineast Avatar von Sasquatch
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    Ihr braucht doch nur einen Elektronenrastermikroskop...

    Siehe ab Sekunde 14:


  24. #224
    Platzanweiser Avatar von bongobong
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    Zitat Zitat von MOS2000 Beitrag anzeigen
    ...Das muss ich Dich desillusionieren - in beiden Fällen.
    Die Master von denen Platten heute produziert werden sind in 95% aller Fälle digital - wenn vielleicht auch höher aufgelöst als CD - aber trotzdem schon mal "böse digitalisiert".
    Und Zeitschriften schreiben heute fast nur noch Käse zusammen wenn es um neues Equipment geht - da bist Du mit unabhängiger Beratung im Netz wahrlich besser bedient - ...
    Das mit dem Analog auf LP ist schon klar, hatte ich die Tage schon gelesen. Deshalb auch der Smiley.
    Das ist fast so wie am Anfang der CDs. Da war ich auch immer hinten den DDD hinterher. Die AAD oder ADD habe wir gemieden wie der Teufel das Weihwasser.
    Ich lese die verschiedenen Zeitschriften seit ca. den 80ern mal mehr mal weniger. Damals konnten sie noch etwas ausführlicher testen und nicht nur Highend. Heute ist das anders.
    Jetzt gibt es so viel (Schrott) auf dem Markt da kann man nicht mehr alles testen. Das ist einfach zu viel (Massenmarkt). Da dann das richtige für sein Publikum zu finden ist fast unmöglich. Deshalb gehen sie eher Richtung Highend.

    Unbahängige Beratung im Netz zu finden ist aber auch nicht möglich. Jeder hat so seine Favoriten und tendiert dann in eine bestimmte Richtung. Und dann gibt es noch die Fanboys (-girls und -diverse).
    Man muss sich die Infos raus suchen die zu einem passen.

    Gruß
    Dirk

  25. #225
    Platzanweiser Avatar von bongobong
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    Beiträge
    399
    Da ich die letzten Tage immer wieder Probleme mit der Filzmatte hatte, das sie statisch aufgeladen war, gab es heute eine Gummimatte.
    Der Gipfel war, als ich Gestern die Platte umgedreht hatte und dabei nicht bemerkt habe das die Filzmatte festgeklebt war. Ich hab die Platte dann direkt auf den Metallteller gelegt habe.


    Damit ich die Gummimatte gleich mal ausprobieren kann gab es noch zwei Jazz LPs.


    Gruß
    Dirk
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